Langsam holt uns hier der Alltag wieder ein. Nicht nur die wichtige Technische-Mechanik Klausur nächsten Freitag klopft leider langsam aber unerbittlich kontinuierlich an die Türe und auch unsere Wohnungssuche will erledigt sein, da wir offiziell Ende der Woche wieder aus dem Studentenwohnheim ausziehen müssen.
Unser Traumdomizil hier in Shanghai ist der Stadtteil Xuhui. Eine relativ Downtown-nahe gegend, von der aus man zwar ein Stück zur Uni fährt, dafür aber schnell in der Innenstadt und am Innnenstadt-Campus unsere Uni ist. Heute haben wir den ersten Termin mit einem freundlichen deutschen Makler, der sich merklich um uns als Kunden bemüht. Steven ist Hamburger, hat BWL studiert und ist vor ein paar Jahren nach Shanghai ausgewandert, weil ihn die Stadt fasziniert. Er füllt eine Marktlücke, indem er chinesischen Wohnung anmietet, sie möbiliert und an ausländische Studenten weitervermietet. Leider kann uns die erste Wohnung wegs einiger Wasserflecken an den Wänden, einem sehr schlecht isolierten Zimmer, das früher wohl mehr so eine Art Wintergarten war und einem leicht siffigen Bad nicht überzeugen. Also geht die Suche für uns zunächst einmal weiter und wir hoffen auf ein neues Angebot von unserem Chinesisch-deutschen Makler, werden uns aber auch noch an anderer Stelle bemühen.
Manchmal sind es ganz banale Dinge, die einen in China zu schaffen machen. So zum Beispiel heute das Mittagessen. Zweimal täglich ins Restaurant zu gehen ist uns zu teuer, die chinesische Wurst noch sehr gewöhnungsbedürftig (schmeckt ein bisschen nach einer Mischung aus Gummibären und viel Zucker) und an einem Hamburgerstand scheitern wir mit unseren Chinesischkenntnissen. Also auf in den Supermarkt, um Wasserkocher und Fertigsuppen, Stäbchen und die tollen chinesischen Chinarestaurant-Löffel zu kaufen. So kommen wir dann schließlich doch noch zu unserer Mahlzeit.
So wie beim Mittagessen ist es hier oft, man möchte etwas erledigen aber es klappt nicht auf Anhieb. Wenn man aber etwas beharrlich ist und sich umorientieren kann, dann kommt man doch in der Regel doch zum Ziel. Nicht zuletzt dank vieler freundlicher, geduldig wartender und helfender Chinesen, wenn man wieder mal einen größeren Kampf mit der chinesischen Sprache ausfechten muss.
NACHTRAG: Die Panoramafotomontage aus Dubai muss hier unbedingt noch erwähnt werden, da sie irgendwie die ganze Stadt auf einen Nenner bringt. Vielen Dank an Sven dafür. Im Hintergrund befindet sich die Dubai Shopping Mall, mit 1200 Geschäften, integrierter Eislaufhalle, einem riesen-Aquarium und jede Menge anderem Pipapo.
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