Unsere erste und leider auch schon letzte Zwischenetappe auf dem Weg nach Shanghai führt uns nach Dubai. Nach einer langen Nacht im Flieger kommen meine Mitreisenden Flo, Tobi, Sven und ich relativ erledigt am einem fast gänzlich ausgestorbenen Flughafen an. Im Gebäude ist es äußerst angenehm klimatisiert, dafür lässt sich der erste Schritt wenn man den Flughafen verlässt in etwa so beschreiben, als hätte plötzlich jemand einen überdimensionalen Hochleistungsföhn auf Kommando eingeschaltet. Aber auch das irritiert uns jetzt nicht mehr, denn schließlich wollen wir unbedingt solange es mit 30°C noch einigermaßen kühl ist an den legendären Jumeirah-Beach.
Dort angekommen müssen wir besorgt feststellen, dass für Schatten leider herzlich wenig gesorgt. Lediglich die Badeurlauber im Strandteil, der zum Hilton Hotel gehört, haben eine riesige Auswahl an Liegen und Sonnenschirmen. Auf Anfrage verrät uns ein freundlicher Strandwächter, ja, man könne da auch als Nicht-Hotelgast hin, müsse jedoch "zwei-fünfzig" Dirhem (1 Euro = 5 Dirhem) für den ganzen Tag bezahlen. Wir freuen uns über den wirklich fairen Preis und lassen uns vom Strandwächter zur Rezeption leiten, wo man uns versichert, ja, wir könnten auch die Poolanlage, Duschen, Schließfächer undsoweiterunsofohrt benutzen - super! Erst, als für uns vier Personen der Betrag von 1000 Dirhem verlangt wird, erkennen wir, dass mit "zwei-fünfzig" wohl doch 250 Dirhem gemeint sind und müssen so leider das Feld doch wieder relativ schnell räumen. Nicht, ohne einige Lacher des Personals abzukriegen ;)
Etwas Schatten finden wir schließlich doch noch unter einem alten kleinen Hochsitz für die Badeaufsicht und so können wir uns dann endlich dem Element Wasser voll und ganz zuwenden. Voller Freude über die anstehende dringed notwendige Abkühlung rennen wir über den Strand und ins Wasser hinein und .... bäh! Das Wasser ist (pardon) pisswarm! Darüber täuscht auch das schöne Blau und der feine Sandstrand nicht hinweg.
Trotz allem sind wir noch einige Zeit am Strand, bevor wir uns auf dem Weg in die Stadt machen. Ein netter Hilton-Portier (die Einheimischen hier sind eigentlich fast ausnahmslos alle sehr, sehr freundlich) erlaubt uns, im regelmäßig verkeherenden Hotelbus mit zur Dubai-Mall, einem riesiegen Shoppingcenter zu fahren. Da wir noch eine Dreiviertelstunde warten müssen, dürfen wir uns sogar ins Foyer des klimatisierten Fünfsternehotels setzen - wow! Erst als der Bus gerade kommt, wird der Vorgesetzt des Portiers auf uns aufmerksam und ist über die großzügige Geste seines Angestellten, nun ja, formulieren wir es mal als "not amused". Mit zur Mall dürfer wir trotzdem fahren, aber man versichert uns, dass das eine absolute Ausnahme sei.
Der Rest des Tages, eine Shoppingmall mit 1200 Geschäften, ein hungriger Nachmittag wegen Ramadan (erst Essen ab Sonnenuntergang, das ist so ca. um 18.3oUhr) und eine fantastische Fahrt mit einem Klapperkahn (Zitat Flo: "Schreib ruhig Seelenverkäufer oder arabisches Speedboat") sei nur noch ansatzweise erwähnt.
IN: fetter Sonnenbrand, den ganzen Tag in Wanderschuhen rumschlappen (weil die zu schwer fürs Gepäck waren) und eine kühle Dusche im Flughafenhotel kurz vor dem Abflug nach Shanghai
OUT: Ramadan, gefühlte 300 bis 400 Prozent Luftfeuchtigkeit und Klimaanlagen, die einem nach 40°C Außentemperatur das Blut in den Adern gefrieren lassen
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