Freitag, 25. September 2009

Brot für die WG

Die meisten Dinge hier in China gefallen mir echt sehr gut oder sind mindestens durchaus akzeptabel. Es gibt aber eine Sache, die geht einfach überhaupt rein gar nicht: Das chinesische Brot (insofern man hier überhaupt noch von Brot reden darf, der deutsche Bäcker möge mir verzeihen). Die chinesische Brotkultur lässt sich vermutlich so in etwa mit der Auswahl an Winterjacken in einem Shop am Rande der Sahara vergleichen: Sie existiert einfach nicht. Es gibt süßen Toast (Kategorie: Superknaschtig), süßen Zopf (extraluftig gebacken) und kleine Sesamweckchen die, man ahnt es kaum, nicht nur superweich sind, sondern auch bappsüß schmecken.

An vieles kann man sich wirklich gewöhnen, doch hier tun wir uns alle schwer. Gottseidank ist Shanghai groß und so haben wir im Laufe der letzten Woche doch tatsächlich einen deutschen Bäcker aufgetan, der uns jetzt einmal in der Woche mit einer Menge an Brot beliefert, die gerade noch so auf unseren Esszimmertisch passt. Das meiste wird eingefroren und die 8 frischen Laugenbrötchen haben zumindest diese Woche nicht einmal das nächste Frühstück, für das sie eigentlich eingeplant waren, erlebt. Wenn man in Deutschland wohnt, kann man die hohe Backkunst der heimischen Bäcker echt gar nicht hoch genug schätzen!

Anbei noch ein schlafender Mann auf seinem Mofa, den ich heute beim Verlassen der Ubahnstation (fototechnisch) erwischt habe =) Die Chinesen sind echt ein fleißiges Völkchen, aber manchmal wird dann doch der ein oder andere vom Schlaf dahin gerafft!

2 Kommentare:

  1. Bezüglich der Brotarmut fühle ich mit dir mit. Die Franzosen mit ihrem Baguette halten es ganz genauso... Nur dass ich hier in Lyon bisher leider noch keinen deutschen Bäcker ausmachen konnte...
    Liebe Grüße
    Johannes

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  2. ...aber französisches Baguette ist ja noch richtig nobel. In Toronto hat Brot prinzipiell keine Kruste, ist ziemlich weich und süß. Ich habe hier zwar schon einige Bäcker gesehen die verschiedene Arten von "German Bread" verkaufen, aber das war eigentlich bislang immer eine Beleidigung der deutschen Bäcker. So ist es halt, andere Länder, andere Sitten.
    Alles Gute und viele Grüße,
    Felix

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